Kunde: Stadt Bitburg
Projektzeitraum: 2024 – 2025
Das Projekt in Kürze
Wofür steht Bitburgs Innenstadt? Was sind Stärken, Schwächen, Potenziale? Gemeinsam mit der Stadt Bitburg, der Stadtbevölkerung sowie Stakeholder:innen erarbeiteten wir konkrete Antworten auf diese Fragen.
Kernelemente des Projekts waren: eine groß angelegte Umfrage sowie vielfältige Bürgerbeteiligung. Die Erkenntnisse daraus flossen ebenso in unser Marken- und Marketingkonzept für die Innenstadt wie die Ergebnisse aus zahlreichen Workshops und Analysen. Bitburgs Vorteil: Die Innenstadt ist bereits saniert und die Ansiedlung neuer Gewerbetreibender angestoßen. Ein Konzept zu Stadtmarketing und Innenstadtentwicklung ergänzt diesen Vorsprung.
Ziel des Projekts: Die Lebensqualität und die Zukunftsfähigkeit von Bitburgs Innenstadt zu steigern – mit Fokus auf ein lebhaftes Zentrum mit starker Gewerbestruktur und attraktiven Angeboten.
Aufgabe und Hintergrund
Was macht eine Innenstadt zukunftsfähig? Viele Städte stellen sich aktuell dieser Herausforderung – so auch die Stadt Bitburg in Rheinland-Pfalz. Natürlich gibt es Parallelen zwischen Städten, wie den Strukturwandel, die Folgen von Corona und den steigenden Leerstand. Zugleich spielen mindestens so viele Unterschiede und Eigenarten von Stadt eine Rolle.
Genau deshalb betrachten wir jede Stadt oder Kommune als Entität – als klar abgegrenzte und abgrenzbare Einheit im Wettbewerb der Städte. Unsere Aufgabe als Stadtvermarkter und Stadtentwickler ist es, die Stärken und das Profil einer Stadt bzw. im Fall von Bitburg die Stärken einer Innenstadt scharf herauszuarbeiten und individuelle Ideen und Impulse für die Positionierung zu entwickeln.
Für die Innenstadtprofilierung von Bitburg erarbeiteten wir ein Marketingkonzept mit Empfehlungen und Maßnahmen – basierend auf den Stärken und Stimmen der Stadt.

Zutrauen und zuhören: Laura Ebeling (2 v. l.) von der Stadtmanufaktur bei einem Workshop mit Stakeholder:innen in Bitburg
Unser Vorgehen
Stärkenanalyse und Umfrage
Unser Blick von außen und der Blick von innen – aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik – fügen sich im Idealfall zu einer zukunftsstarken Innenstadtprofilierung. Deshalb setzten wir auch bei Bitburg auf folgende Projekt-Bausteine:
- Analyse der Stärken – durch eine umfassende Online-Befragung der Bürger:innen
- Bürgerforum mit ca. 100 Teilnehmenden – als Diskussions- und Partizipationsformat
- Beteiligung von stadtrelevanten Akteur:innen – durch persönliche Ansprachen und Workshops
- Detail-Analysen – zu Servicequalität und Sichtbarkeit von Angeboten in der Innenstadt
Beteiligung und Ergebnisse der Online-Umfrage
Die rege Beteiligung an der Online-Umfrage beweist das Interesse der Bevölkerung für die Zukunft ihrer Stadt: 800 Bürger:innen aus Bitburg teilten Ihre Meinung zu den Stärken und Schwächen der Bitburger Innenstadt.
Ein überraschendes Ergebnis: Viele Bürger:innen loben die Sauberkeit der Innenstadt. „Wir begleiten viele Städte und eigentlich ist die Sauberkeit immer eher ein großes Problem als ein Punkt, der ausdrücklich gelobt wird“, ordnet Stadtmanufaktur-Projektleiterin Laura Ebeling ein.
Bürgerforum in Bitburg
Im Anschluss an die Umfrage luden wir zu einem Bürgerforum. Rund 100 Teilnehmende diskutierten mit uns über Potenziale – anhand von Personas. Es entstanden konkrete Impulse wie ein Haus der Senioren sowie mehr Veranstaltungen für Jugendliche.
Neben solchen Erkenntnissen zu den Stärken der Stadt, hat die Befragung noch einen weiteren wichtigen Effekt: Umfragen, Workshops, Stakeholdermanagement und Berichterstattung rund um die Innenstadtprofilierung schärfen das Bewusstsein für ein scharfes Profil – und einen starken Standort.

Die Konrad-Adenauer-Anlage in Bitburg – eine von mehreren grünen Lungen in der Innenstadt
Strategie und Maßnahmen
Natürlich kann Stadt nicht alles selbst leisten. Teil der Konzeptentwicklung war deshalb auch zu prüfen, was in der Hand der Stadt liegt und an welchen Stellen andere Akteur:innen motiviert und aktiviert werden müssen.
Die Analysen und Überlegungen mündeten in einem Marketingkonzept für Bitburgs Innenstadt – mit folgenden Bestandteilen:
- kohärente, ganzheitliche Strategie
- konkrete Empfehlungen
- Handlungsfelder
- Maßnahmenmatrix zur Implementierung
- Steuerungs- und Umsetzungsstruktur
- Budgetbedarf
Das Ergebnis: Von einem starken Standort profitieren alle Bitburger
Bitburg hat beste Voraussetzung, um die eigene Innenstadt zukunftsstark zu entwickeln – und davon profitiert die gesamte Stadtgesellschaft. Dieses Verständnis für den Nutzen der Innenstadtprofilierung ist ein wesentlicher Erfolg des Projekts. Die Folge: breite Unterstützung durch die Stadtentscheider:innen und die Bürger:innen.
Für die Stadt Bitburg selbst gilt: Die Analysen öffneten den Blick für die Wünsche und Ideen aus der Stadtgesellschaft – und das Marketingkonzept sorgt für Klarheit in Bezug auf Strategie und Handlungsspielraum.

Rathaus und Liebfrauenkirche in der Bitburger Innenstadt – rund herum die sanierte und laut Bürger:innen auffallend saubere Innenstadt
Fotos: Stadt Bitburg / Stadtmanufaktur
Berichterstattung zum Projekt

So sehen die Bitburger ihre Stadt (PDF) – Bericht im Volksfreund – 02.12.2024
Mehr Lebensqualität für Bitburg: Was sich die Bürgerinnen wünschen (PDF) – Bericht auf volksfreund.de – 08.01.2025